04. Januar 2010

Nachdem man jetzt noch von der Arbeit meiner Roten auf der Eisentenjagd vom letzten Jahr spricht, wurden wir dieses Jahr wieder eingeladen.

Die Fakten:

  • Hunde: 4 rote Setter (2 davon meine, 2 eines Bekannten), 1 Labbi aus englischer Arbeitslinie, 2 DD (wobei einer noch jung, der andere gab auf weil er wegen alter Verletzung bald nicht mehr konnte) und ein PRT
  • ca. 10 gute Schützen
  • ein ganzer Jagdtag bei um die -5°C
  • die Eisdecke nur zum Teil geschlossen, nur an einigen Stellen tragfähig für die nicht ganz so schweren Hunde
  • am Ende des Tages eine Strecke von 150 Enten
Für die Hunde war diese Jagd grenzwertig weil v.a. gefährlich und es hat ihnen wirklich alles abverlangt. Das Eis war an vielen Stellen nicht tragfähig – während der Terrier an die meisten Stellen auf dem Eis kam, kamen die Setter zwar noch weiter als DD und Labbi aber eben auch nicht unbegrenzt. An anderen Stellen war das höhere Gewicht förderlich wenn die Hund sich durchs dünne Eis zu den Enten durchbrechen mussten.

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Das Wasser war eiskalt und immer wieder brachen die Hunde ins Eis ein – einen Hund erwischte es richtig heftig. Meine Roten haben apportiert wie die Wilden – viele Enten davon noch lebend, ich hatte alle Hände voll zu tun die geflügelten Enten abzutun. Falls jemand danach fragen sollte: die Fotos sind nicht gestellt d.h. die Enten wurden abgetan sobald der Hund bei mir war oft konnte ich vorher noch einen Schnappschuss machen wenn sie auf mich zu kamen.

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Ich musste und konnte meinen Roten voll vertrauen. Sie sind hohes Risiko gegangen um an die Enten zu kommen, haben aber sofort gemerkt wenn das Eis sie im tiefen Wasser nicht tragen würde. Bei manchen Manövern ist mir echt der Atem gestockt aber ich konnte und musste ihnen vertrauen.

Ein noch nicht sehr erfahrener Hund brach bei einem dieser Manöver an einer unzugänglichen Stelle im Eis ein. Gott sei Dank konnte man sich mit dem Boot bis zu ihm hin staken und ihn dort retten - aus eigener Kraft hätte er es nicht geschafft.