100 Jahrs-Jubiläumsprüfung des DISK in Dänemark

Herbst 2016

Schon seit 2 Jahren hatte ich mir vorgenommen, mir einmal die Hauptprüfung des dänischen Irish Setter Klubs (DISK) anzuschauen. Immerhin ist in den Vorfahren meiner Iren dänisches Blut enthalten und auch Irish Setter aus Deutschland hatten und haben einen nicht unbedeutenden Einflusss auf die dänischen Linien. Nun zum 100-jährigen Jubiläum des DISK gab es keine Ausreden mehr. Der Plan war gefasst und wurde in die Tat umgesetzt.

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Mit diesem Plan war ich glücklicher Weise auch nicht alleine - sondern es gab noch mehr Teilnehmer aus Deutschland: Hendrickje Mundt mit Working Gundogs Aura, Familie Meist mit ihrer Hündin Cornelia, Heike Sporleder mit Lia vom Kapellenpfad und meine Wenigkeit mit Working Gundogs Bones, Working Gundogs Corvette und meiner English Setter Hündin Jaffa des Sept Provinces. Das große Prüfungs- und Ausstellungsevent zog sich über mehrere Tage hin:

  • Mittwoch, veranstaltete der Niederländische Irish Setter Club ein CACIT-Field Trial in den Feldern um Holbaek (Dänemark)
  • Donnerstag, gab es einen vom DISK ausgelobten Nationenwettbewerb
  • Freitag bis Sonntag fanden die Prüfungen in der UK, AK und VK (nur Sa und So) des DISK statt
  • Freitag nachmittag fand nach den Prüfungen eine Ausstellung statt
  • Samstag nachmittag fand das sogenannte "Matchning" (Barrage) um den besten Irish Setter Stil jeweils in der Junghundeklasse (Unghundeklasse = UK)  und Offenen Klasse (Abenklasse = AK) statt
  • Sonntag nachmittag wurden die besten Hunde der Gewinnerklasse (Vinderklasse = VK) ermittelt
Meine Hinreise führte mich am Ostermontag über Kiel, einen Trainingsnachmittag bei Knud Hansen in Bredsten, schließlich zu meiner Übernachtungsmöglichkeit für die Prüfungstage bei Karin und Niels Krüger in Kalundborg, welche Working Gundogs Casimir von mir übernommen haben.

Mittwoch, CACIT Field Trial, Veranstalter Ierse Setter Club, NL

Der Prüfungstag am Mittwoch startete trüb, grau und mit Nieselregen und endete schließlich in einem schrecklich kalten und durchaus starken Dauerregen. Es war einer dieser Tage im Feld an denen sich im durchgefrorenen und völlig durchnässten Zustand kleine leise, fiese Zweifel an der positiven Wirkung des Outdoor-geprägten Hobbys breit machten. Gegen diese Zweifel wirkten jedoch die positiven Eindrücke von den recht gut mit Federwild bestückten Feldern, der überaus gut gelaunten Korona aus den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden und Deutschland und natürlich den wichtigsten Protagonisten: der sehr gut arbeitenden Irish Setter.

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Am Ende des Prüfungstage gab es zwar keine Platzierung, jedoch von 18 teilnehmenden Hunden einen Siegerhund, der durch einem korrekten Punkt am Fasan mit einem CQN ausgezeichnet wurde: Red Garlics Juicy Fruit mit Agneta Anderson, Schweden.

Donnerstag, Mannschaftswettbewerb der Nationen, Veranstalter DISK

Hier muss ich ganz kurz eine Erklärung zum besseren Verständnis vorweg nehmen: Das dänische bzw. skandinavische Prüfungsssystem unterscheidet sich von dem deutschen bzw. FCI-geregelten Prüfungssystem. Man unterscheidet in Skandinavien zwischen 3 Klassen:

  • der Junghundeklasse (Unghundeklasse = UK), Hunde bis zum Alter von 24 Monaten dürfen hier teilnehmen
  • der Offenen Klasse (Abenklasse = AK)
  • und der Gewinnerklasse (Vinderklasse = VK); erst eine Platzierung im 1. Preis in der AK berechtigt zur Teilnahme in der VK
Bei diesem Wettbewerb bestand eine vollständige Mannschaft aus einem UK-, einem AK- und einem VK-Hund. Insgesamt hatten wir große Informationsschwierigkeiten vorweg. Eine offizielle Einladung nach Deutschland wurde unfaierer Weise nicht an die Irish Setter vertretenden Vereine oder möglichen Interessenten weiter geleitet. Um es kurz zu machen: bis Mittwoch abend gab es noch gar keine deutsche Mannschaft. Michael Böing wäre mit seinem Hund Armani vom Westmünsterland aufgrund seiner Vorjahrsplatzierung mit einem 1. AK als Einzigster berechtigt gewesen, als VK-Hund teilzunehmen, allerdings musste er seine Teilnahme für diese Prüfung leider zurückziehen. Platzierungen nach deutschem oder FCI-geregeltem System galten für die VK-Berechtigung nicht. Jedoch hier bewiesen sich die Dänen als großartige, hilfsbereite und freundliche Gastgeber: sowohl das niederländische, als auch das deutsche Team durften ausnahmsweise selbst einen VK-Hund bestimmen. Diese Ausnahme galt nur für den Nationenwettbewerb an diesem Tag .. es ging um nichts mehr, als um die Ehre! Demokratisch und einstimmig bestimmten wir folgene Teilnehmer:

  • UK-Hund: Working Gundogs Corvette mit Michaela Kuntzsch
  • AK-Hund: Working Gundogs Aura mit Hendrickje Mundt
  • VK-Hund: Lia vom Kapellenpfad mit Heike Sporleder
  • "Pressefotograf" Familie Meist mit Reservehund Cornelia, die leider verletzungsbedingt pausieren musste
Schon am Morgen bewiesen die Dänen eine perfekte Organisation und große Hilfsbereitschaft. Die Lokation & das Event waren sichtbar ausgeschildert, alle Hunde wurden mit einer Signalweste ausgestattet, alle Ansprachen wurden für uns ins Englische oder tlw. auch ins Deutsche übersetzt und jede unserer Fragen wurde ausführlich beantwortet.

Insgesamt nahmen 6 Nationen an diesem Wettbewerb teil: Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande und Deutschland.

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Es war ein unvergesslicher Moment wo schließlich alle Teilnehmer und die viele Besucher die Felder betraten: man sah ausschließlich Irish Setter aus Arbeitslinien!! Die Korona folgte den ganzen Tag dem Geschehen: dicht hinter den Richtern und den davor arbeitenden Paar befanden sich stets die folgenden Teilnehmer und Besucher mit ihren angeleinten Irish Settern. Man konnte stets beobachten was im Feld geschah. Alle Hunde, auch die Junghunde, wurden im Paargang geprüft. Man sah durchweg Irish Setter von hoher Qualität. Die Gänge liefen ca. 15 bis 20min. Zuerst die Junghunde, dann die AK-Hunde und schließlich die Hunde der Gewinnerklasse. Dann begannen die Wiederaufrufe durchaus in gleicher zeitlicher Länge. Die Richter wollten möglichst jeden Hund an Wild bringen. Der Federwildbesatz war wirklich gut, aber nicht jeder Hund konnte seine Chancen nutzen. So gelang es unserem VK-Hund Lia vom Kapellenpfad mit Heike Sporleder als erster einen abgeschlossenen Punkt zu realisieren.

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Working Gundogs Aura hatte mit Hendrickje ganze 4 Aufrufe mit verschiedenen Partnern: einmal konnte der Partner die Gelegenheit an Hühnern nutzen, 2 x machte ihr Partner den Punkt kaputt, jedoch blieb sie gehorsam und einmal konnte sie unverschuldet den Punkt nicht zuende bringen. Letzteres erklärt sich so: in Dänemark soll der Hund das Wild herausstoßen, sonst gilt der Punkt nicht (der sogenannte "skandinavische Flush", der sich vom deutschen bzw. FCI-geregelten Nachziehen bis zum Hochmachen des Wildes unterscheidet). Den Richtern genügte sschließlich was sie von Aura gesehen haben und honorierten diese Leistung mit einem 1. AK! Auch Lia's Punkt wurde mit einem 1. Preis in der VK bewertet. Corvette bekam insgesamt 3 Aufrufe. Bei den ersten beiden Gängen lief sie hervorragend. Beim 3. Gang machte sich die Anstrengung des Tages (2 lange Gänge und die vielen Eindrücke vom Laufen in der Korona) und leider die gerade frisch überstandene Magen-Darm-Erkrankung für den jungen Hund bemerkbar: zusammen mit ihrem Partner überlief sie ein Paar Hühner und konnte sich somit nicht platzieren.

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Mit einem 1. AK und einem 1. VK für das deutsche Team war die Sensation schließlich perfekt: Deutschland wurde Gesamtsieger des Nationenwettbewerbs!!! Finnland wurde mit einem 1. AK Zweiter und Dänemark mit einem 1. UK Dritter in der Gesamtplatzierung. Unglaublich! Noch am Abend zuvor war nicht einmal klar ob wir starten durften und nun das. Man kann sich vorstellen wie überrascht und glücklich wir waren. Lia vom Kapellenpfad wurde, mit einem 1. VK, als bester Irish Setter der Prüfung mit einem aus Finnland gestifteten Pokal ausgezeichnet.

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Freitag, Prüfungen des DISK und Ausstellung am Nachmittag

Freitag, Samstag und Sonntag fanden die regulären Prüfungen des DISK in der UK, AK und VK-Klasse statt. Jeden Morgen ging es nach einer kurzen organisatorischen Ansprache ins Feld. Insgesamt gab es über 200 Meldungen in den 3 Tagen. Bis zu 8 Gruppen fuhren pro Tag ins Feld - AK und UK-Klasse gemischt, die VK-Klassen-Hunde für sich. Pro Gruppe gab es 1 Richter. Um kurz nach 8:00Uhr fuhren alle Gruppen in die jeweiligen Reviere.  Unser "deutscher Trupp" wurde über alle Gruppen verstreut, so dass jeder auf sich allein gestellt war. Man gab sich trotzdem große Mühe "uns" mit in die Gruppe hinein zu nehmen und uns alles auf English oder sogar Deutsch zu erklären. Die Stimmung untereinander war sehr freundlich und offen.  Am Rand der Prüfung gab es viele Gespräche und Austausch.

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Auch bei diesen Prüfungen lief man den ganzen Tag mit seinem Hund hinter dem Richter und dem jeweilig geprüften Paar hinterher, bis man eben dran war. So konnte jeder alles sehen. JEDER Gang wurde vom Richter ausführlich besprochen und erklärt. Ein Gang dauerte je nach Gelände durchaus 20 bis 30min. Jeder Hund bekam ausgiebig die Möglichkeit sein Können und Talent unter Beweis zu stellen - das hieß unter Umständen pro Hund 4 bis 5 Gänge. Summa summarum lief ein Hund an so einem Tag durchaus seine 80 - 90 min. Dazu kam, dass ja die Hunde auch stets beobachten konnten was die anderen Hunde gerade während ihres Ganges taten oder wenn Wild aufflog oder flüchtete. Wild war übrigens sehr gut vorhanden - in manchen Revieren gab es Federwild satt, manche hatten etwas Pech mit zu viel Haarwild. Und das eben 3 Tage lang. Man kann sich vorstellen, welche hohen physischen und mentalen Anforderungen dies an die Hunde stellte!

Corvette musste ich aus gesundheitlichen Gründen zurück ziehen. Jaffa platzierte sich nach 5 langen Gängen mit einem 1. UK. Hendrickje konnte sich mit Aura zum 2. Mal in Folge mit einem 1. AK platzieren. Dieses Mal war es eine offizielle Platzierung, so dass Aura nun berechtigt ist, zukünftig in der VK-Klasse zu starten. Das waren dann auch schon alle Platzierungen im deutschen Team.

Um 16 Uhr, nach dem Tag im Feld, gab es eine Ausstellung. Wir trafen uns auf dem Parkplatz des Versammlungsortes, zupften noch hier und da die Kletten aus dem Fell der Hunde und bürsteten noch einmal drüber - fertig. Zur Ausstellung waren zu fast 100% Arbeitslinien-Setter gemeldet - ein ungewohnter und überaus schöner Anblick! Rüden und Hündinnen wurden getrennt voneinander von 2 unterschiedlichen Richtern gerichtet. Der Ring war draußen auf dem Platz vor dem Gebäude aufgebaut - das Wetter noch sonnig und angenehm warm. Hier die Ergebisse des deutschen Teams:

  • Our Only Orlando vom Franzosenkeller von Heike Sporleder - Rüden Championklasse - 2. Vorzüglich
  • Working Gundogs Bones von mir - Hündinnen Offene Klasse - 3. Vorzüglich
  • Working Gundogs Aura von Hendrickje Mundt - Hündinnen Gebrauchshundeklasse - Vorzüglich
  • Lia vom Kapellenpfad von Heike Sporleder - Hündinnen Gebrauchshundeklasse - Sehr gut
  • Cornelia von Dr. Hannes Meist - Hündinnen Gebrauchshundeklasse - Sehr gut
Für die Working Gundogs gab es noch folgende Ergebnisse:

  • Working Gundogs Casimir von Karin und Niels Krüger (DK) - Rüden Junghundeklasse - Sehr gut
  • Working Gundogs Blomma von Thomas und Lisa Oden (SE) - Hündinnen Gebrauchshundeklasse - 2. Vorzüglich mit Auszeichnung und Reserveanwartschaft
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Bester Irish Setter Rüde wurde Marups Storm und beste Hündin Bjerkaasen's BS Siff - herzliche Gratulation! Auf dieser Ausstellung hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass die Arbeitslinien-Iren fair und glaubwürdig beurteilt wurden und bin mit den Ergebnissen der Working Gundogs mehr als zufrieden.

Samstag, Prüfungen des DISK und Barrage der UK- und AK-Klasse am Nachmittag

Wie am Vortag fuhren die Gruppen pünktlich 8:00Uhr ins Revier. Das Wetter war nicht ganz so sonnig wie an den 2 Vortagen dafür aber trocken. Der Wind wehte harsch und kalt über die Felder. Die Hunde taten sich etwas schwerer das Wild, welches meist im Windschatten auf den Feldern verharrte, zu lokalisieren. Der guten Stimmung in der Korona tat dies jedoch keinen Abbruch. Die Richter gaben sich sehr viel Mühe die Hunde an Wild zu bringen und fair zu beurteilen.

An diesem Tag gab es nur eine Platzierung im deutschen Team: meine ES-Hündin Jaffa schaffte, wegen einmaligem Vorstehen ohne Resultat und einem anschließenden schwierigen Punkt an Hühnern nur ein 2. UK.

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Am Nachmittag trafen sich alle Teilnehmer zum sogenannten "Matchning" / Barrage der UK- und AK-Hunde. Es betraf alle Hunde, die sich zuvor mit einem 1. UK bzw. einem 1. AK platziert hatten. Aus ihnen sollten in der jeweiligen Klasse die Hunde mit dem besten Irish Setter Stil herausgefunden werden. Von 70 Meldungen in der AK (Freitag & Samstag) erreichten 6 Irish Setter einen 1. Preis und von 61 Meldungen in der UK-Klasse traten schließlich 8 im 1. Preis platzierte Irish Setter im Preis um den besten Irish Setter Stil gegeneinander an. Es war ein imposanter Auflauf an Teilnehmern und vor allem Zuschauern! Zuerst liefen die 8 Junghunde gegeneinander an. Immer paarweise gegeneinander, bis die 2 Richter schließlich den nach ihrer Meinung besten Irish Setter heraus gesiebt hatten. Interessanter Weise wird in den skandinavischen Ländern eine stark wedelnde Rute sogar positiv bewertet, während es bei uns in den mitteleuropäischen Ländern verpönt ist und man sich eine möglichst ruhige Rutenhaltung wünscht. Ansonsten legt man in Dänemark wert auf einen möglichst kraftvollen, ausgreifenden Sprung und eine hohe Kopfhaltung. Ein Ire sollte sich im Feld mühelos, ausdauernd und mit hoher Nasenführung bewegen. Aus dem deutschen Team startete kein Ire im UK-Matchning. Gewinner dieses Preises wurde Settermosen's Charites, ein Hund mit deutsch-dänisch und französischen Wurzeln.

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Im Matchning der AK-Hunde durfte Working Gundogs Aura unter den 6 besten im 1. AK platzierten Iren starten. Dieses Matchning wurde von 2 anderen Richtern bewertet. Wieder starteten die Hunde paarweise gegeneinander, bis der beste Hund ermittelt wurde: Krageredens Maggie.

Es war ein unvergessliches Erlebnis und äußerst spannend! Die Anteilnahme an diesem Matchning war riesig. Gratulation an alle teilnehmenden Hunde und vor allem die Gewinner!

Am Samstag Abend fand schießlich das FesttagsDinner zu Ehren des 100jährigen Jubiläums des Dänischem Irish Setter Klubs statt. Mit vielen Reden und dem Überreichen von gestifteten und speziell gewidmeten Pokalen wurden die erfolgreichen Hundeführer, Züchter und engagierten Mitglieder des Vereines geehrt. Zu einem Highlight des Abends wurde die Vorstellung des Jubiläumsbuches, welches die 100jährige Geschichte mit Texten, vielen Bildern und Ahnentafeln berühmter Irish Setter würdigt. Da wir deutschen Teilnehmer leider keine Kenntnis von einer offiziellen Einladung an Deutschland hatten und auch von keinerm der IRS-vertretenden Rassevereine entsendet wurden, konnten wir unangenehmer Weise keine offiziellen Grüße und Geschenke übergeben, so wie es von anderen Vereinen getan wurde. Trotzdem wurde mir als "quasi deutscher Vertreter" ein Exemplar dieser Jubiläumsausgabe überreicht. Wer daran interessiert ist, einen Blick in dieses Buch zu werfen, ist gerne bei mir zu einem Kaffee zur Einsicht des Buches eingeladen.

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Zu Guter Letzt

Ich musste leider am Sonntag Morgen schon meine Heimreise antreten. Aus dem "deutschen Lager" sind am Sonntag nochmal Heike und Hendrickje mit ihren Hunden zur Prüfung angetreten; es konnte sich jedoch leider keiner von ihnen platzieren. Sonntags wurde schließlich aus der Gewinnerklasse (VK) der beste Irish Setter ermittelt. Bester VK-Hund wurde übrigens die Hündin Vilslev Kari, deren Vater ebenfalls deutscher Abstammung ist.

Fast 10 Stunden Heimreise lagen vor mir, in denen ich die vielen Eindrücke nochmal Revue passieren lassen konnte. Vier Tage im Feld mit all den Irish Setter Liebhabern bei meist bestem Wetter und hervorragender Stimmung. Ein hervorragend organisiertes Event und eine ausgesprochene Gastfreundschaft und Hilfsbereitscht. Viel Austausch mit Menschen aus den verschiedenen Nationen, die alle die gleiche Passion teilen. Unvergesslich!

Ganz besonders glücklich & stolz hat es mich gemacht, dass sich gleich 5 Nachkommen aus meinem Zwinger auf den Prüfungen und der Ausstellung gezeigt haben: mit Working Gundogs Blomma und Familie Oden aus Schweden, Working Gundogs Casimir und Familie Krüger aus Dänemark, Working Gundogs Aura und Hendrickje aus Deutschland und mit mir und Working Gundogs Bones & Corvette wurde es zu einem kleinen Familientreffen. Alle Hunde haben sich super präsentiert und konnten z.T. auf den Prüfungen, als auch auf der Ausstellung tolle Ergebnisse einfahren.

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