Chili's 1. Entenjagd ... oder ein kleiner Irish Setter Welpe auf großer Entenjagd

08. Oktober 2007

Wir waren wieder als Hundeführer zu einer großen Entenjagd eingeladen. Unseren 12 Wochen alten IRS-Welpen Chili haben wir kurzerhand mitgenommen - früh übt sich was ein guter Entenjagdhund werden will.

Noch ist alles ruhig in dem großen Karpfenteichgebiet. Die Enten schnattern auf dem See, das Schwanenpaar dreht seine Runden und es sieht so aus als würde es hier ein Tag wie jeder andere werden. Währenddessen sammeln sich jedoch die Jäger und Hundeführer um einen langen Entenjagdtag erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen.

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Nach dem Frühstück und einer Einweisung geht es aber los. Die Schützen werden mit dem Fuhrwerk zu ihren Ständen gefahren. Währenddessen begeben sich die Hundeführer zum Startplatz am 1. Teich. Nach dem Anblasen fallen bereits die ersten Schüsse und damit natürlich auch die ersten Enten. Chili ist von den Schüssen völlig unbeeindruckt - viel mehr interessiert sie das ganze Drumherum: die vielen anderen aufgeregten Hunde, die anderen Hundeführer usw.

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Nachdem nun auch wir Hundefüher unsere Arbeitsplätze eingenommen haben geht es los: Sancho wird geschnallt und verschwindet im Schilf um zu apportierende Enten zu suchen. Auch Chili wird abgeleint damit sie lernt an uns dran zu bleiben und damit sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln kann. Der kleine unerschrockene Welpe saugt alle Gerüche & Eindrücke in sich hinein und entdeckt die große Welt. Alsbald bringt uns Sancho seine ersten Enten, woran Chili sehr interessiert ist. Sie schaut sehr genau hin was Sancho mit der Ente tut und versucht es ihm nachzutun.

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Von den vielen Schüssen aus nah und fern oder sogar direkt über ihr, bleibt Chili völlig unbeeindruckt. Und weil solche vielen Erlebnisse für einen kleinen Welpen ganz schön anstrengend sein können, gönnt sich Chili bei einer Wartepause zwischen 2 Treiben einfach ein kleines Schläfchen.

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Aber der Entenjagdtag ist noch lange nicht zu Ende und Sancho muss noch einiges schuften: geflügelte Enten verfolgen und bingen, das Schilf durchstöbern, Enten weit vom Ufer entfernt bringen usw.  Währenddessen ist es Chili's Aufgabe uns einfach überall hin, auch durch dichtes Gestrüpp, zu folgen, denn meist bleiben wir nicht an einem Fleck stehen sondern wandern langsam am entsprechenden Ufer entlang um von dort aus den Hund für entsprechende Apportier- oder Stöberarbeiten zu schicken.

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Und dann zeigt Chili, dass sie das Zeug zum guten Entenjagdhund hat: ich beobachte wie sie sich an eine bereits apportierte, am Wegrand liegende Ente zu schaffen macht. Anscheinend will sie sie greifen. Schließlich zerrt sie damit los. Ich rufe & locke sie nun heran und tatsächlich: der kleine Gnom bringt mir die gegen ihn riesig wirkende Ente. Ich nehme ihr die Ente ab und tausche gegen einen Freudentanz und reichlich Leckerli.

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Währenddessen macht Sancho seinen Job. Immer wieder zieht er los und apportiert fleißig Enten. Hin und wieder werden wir gezielt von einem Schützen gerufen: "Hier haben sich schon 2 Retriever vergeblich versucht. Ich bin mir sicher da liegen noch mindestens 2 Enten. Können Sie mit ihem Hund nochmal dort nachsuchen?" Natürlich schicken wir Sancho - wenn ein Hund für solche Jobs geeignet ist, dann er. Und tatsächlich Sancho findet an dieser Stelle sogar noch 3 Enten, eine davon hat es ihm nicht leicht gemacht und tauchte immer wieder vor ihm ab - aber letztendlich konnte er sie greifen und sicher bringen.

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Dann formieren sich die Jäger & Hundefüher zum letzten Treiben. Der tag neigt sich dem Ende zu. Sancho soll noch einmal dichtes Schilf durchstöbern - das fordert ihm noch sein letztes Fünkchen Kraft ab zumal er den gesamten Tag bereits auf hohem Leistungsniveau gearbeitet hat. Und tatsächlich zaubert er auch in diesem Treiben noch eine letzte Ente aus dichtem Schilf.

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Der Jagdtag ist zu Ende. Nun geht es auf zum Schüsseltreiben, Strecke legen und verblasen. Tatsächlich liegen nach diesem Jagdtag 150 Enten auf der Strecke - eine beachtliche Leistung vor allem von den Hunden die den ganzen Jagdtag dafür gearbeitet haben. Und Chili? Sie schläft seelenruhig auf der Rückfahrt und träumt um ihren ersten Entenjagdtag zu verarbeiten.

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