02. Dezember 2007

Als Dank für alle Hundeführer, welche die letzten Entenjagden begleitet haben, fand nun die Hundeführer-Dankes-Entenjagd, und damit auch die letzte Entenjagd in diesem Jahr, auf dem Teichgut statt.

Eine beschauliche Gruppe von Hundeführern, die sich im Laufe der vergangenen Entenjagden kennen und schätzen gelernt haben fand sich Samstag Nachmittag zusammen. Es gab ein großes Hallo, welches bei Kaffee & selbstgebackenem Kuchen in lachende Erzählereien ausschweifte. Dann ging es zur Tagesordnung über, den schließlich haben wir uns ja primär zum Entenjagen eingefunden.

Man muss wissen dass die Enten von Mal zu Mal schlauer geworden waren, so dass die noch zu bejagenden Enten mit ausgefeilten Tricks den Schroten der Jäger entkommen wollten: angefangen von sich drücken im Schilf , über besonders hoch- oder tieffliegende Enten außerhalb der Schrotschussentfernung bzw. unterhalb des geforderten 45°Winkels für die Sicherheit bis hin zu zickzackfliegenden Enten war alles dabei. Trotzdem konnte ich ganz sicher 4 Enten erlegen – für mich als unerfahrener Flintenjäger kein schlechtes Ergebnis.

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DK Jens hatten wir zu Hause gelassen um uns nur auf Sancho und Chili konzentrieren zu können – 3 Hunde zu händeln ist doch keine so einfache Sache, zumal wenn einer sich ja eigentlich aufs Schießen konzentrieren soll. Chili war einfach nur dabei, durfte Enten die bereits an Land waren bringen, einfach laufen und sich unbeeindruckt Frauchens Schießkünste ansehen bzw. anhören. Sancho arbeitete dieses Mal wirklich wieder sehr gut. Ein Treiben lang standen wir direkt an einer befahrenen Straße und als Sancho über die Straße entlang mit einer Ente im Maul auf uns zu lief, rutschten uns alle Herzen in die Hosen vor Angst – Gott sei Dank ist alles gut gegangen.Ein anderes Mal überraschte er mit einer sehr zeiteffektiven Leistung: er apportierte gleich 2 Enten auf einmal aus dem tiefen Wasser (also 2 Enten gleichzeitig im Maul). Das beeindruckte sogar den Jagdleiter, so dass es für Sancho beim Streckelegen eine besondere Würdigung seiner Leistung gab: es gab eine Weihnachtsgans als Geschenk für uns.

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Schließlich musste er noch einen Schwan aus dickem, zusammengefallenem, fiesen Schilf apportieren – das Tier wog bestimmt 10kg und Sancho hatte seine liebe Not damit.

ej 4Vielleicht wird es an dieser Stelle einen Aufschrei darüber geben warum man einen Schwan erschießen kann. Schwäne sind derzeit jagdbares Wild und der Fischereibetrieb ist nicht unfroh über ein paar Schwäne weniger auf den Betriebsteichen. Außerdem sollen Schwäne zubereitet eine Delikatesse sein. Wie auch immer bleibt es jedem Jäger vorbehalten ein solch majestätisches Tier zu schießen oder nicht .. ich hätte meine meine Hemmungen (als Kinder hat man die ja früher immer mit Brotresten gefüttert).


Was mir nicht an Sancho gefiel war seine mangelnde Standruhe – besonders als es ums Aussteigen aus dem Auto ging und auch am Stand fiel es ihm schwer mal nicht gleich arbeiten zu dürfen .. letzteres hielt sich zwar noch im Rahmen ist aber ein Übungspunkt. Nach der Jagd haben wir uns alle ein gutes Abendbrot verdient und der Abend ging schließlich in geselliger Runde und mit dem Verblasen der Strecke zu Ende.

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